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VIII. Die Seinifrage - Der Holzweg 1295


das der Mensch gegenüber dem Seienden vollzieht (Wahrheitsvortrag)].

Der Einblick in das Anwesen als Anwesenlassen [Eignen] ist erst aus dem schon erlangten Aufenthalt im Ereignis gewährt -und nur von da aus ist dann gewährt, Anwesenlassen in das Anwesen-Lassen (Lassen als Schicken, Ereignen) zu erörtern. In solcher Erörterung wird das Anwesende selber sich wandeln in das Ge-eignete -Befugte der Befugnis des Ge-Vierts - das Anwesende im Ge-Viert ist »das Ding« des vorblickenden Dingvortrags67.

Der Bezug zum Anwesenden bleibt-zu diesem als dem gewandelten, wobei die »ontologische Differenz« und »Transzendenz« zugleich verschwunden sind.



8. Die Seinifrage und Zeit


Das Unzureichende bei Bröcker, Dialektik, Positivismus, Mythologie 1958, S. 96f. und S. 111 f. Schlußfrage.68

Wie kommt die Erörterung der »Zeit« in die Seinsfrage? Wonach fragt diese? Sinn von Sein - nach dem Sein als Sein - d. h. qua Anwesenheit.

Darin (Anwesen - | Gegenwart) dergleichen wie »Zeit«. Nicht also, weil menschliches »Dasein« als vermeintliche »Region« von Seiendem im Unterschied zu Pflanze, Tier, »zeitlich« ist, wird Dasein Thema der fundamental-ontologischen Analytik, sondern weil Dasein durch »Seinsverständnis« ausgezeichnet ist, Sein aber durch Zeit bestimmt, wird gefragt nach Zusammenhang von Seins-verständnis und Zeitlichkeit des Daseins.

In welchem Sinne »Wiederholung«? Nicht wieder das Gleiche, nicht wieder und noch einmal - sondern die Frage holen, uns zur Frage machen - weshalb? Seins-Vergessenheit.


67 [Martin Heidegger: Das Ding. In: Vorträge und Aufsätze. GA 7. A.a.O., S. 165-184]

68 [Walter Bröcker: Dialektik, Positivismus, Mythologie. Vittorio Klostermann Verlag: Frankfurt am Main 1959.]


Martin Heidegger (GA 73-2) Zum Ereignis-Denken

GA 73-2