Welche Unterscheidung entspricht dem ereignishaften Zusammengehören?
Läßt sich diese Unterscheidung erst aus der Befugnis des Gevierts denken? [8]
Frägt man nach dem Ort des Menschen »im Sein«, dann bleibt die Frage mehrdeutig? Meint man, wie es der Fall ist, den Ort im Seienden, dann ist die Frage nicht zu fragen, ohne zu erörtern: den Ort im Sein und d. h. den Bezug von Sein und Mensch.
Dies wiederum läßt sich nicht zureichend fragen, ohne das Sein als Sein zu bedenken und d. h. zugleich zu fragen, wie es sich mit der Differenz von Seiendem und Sein verhält. So steht die Frage an: nach dem Ort des Menschen in der ontologischen Differenz, nach dieser selbst. Solange sie als Ortbereich festgehalten wird, bleibt alles in der Metaphysik hängen —; es hinkt nach hinter dem, was schon »ist« — hinter dem Ge-Stell.
Ist die Frage nach dem Ort eine kosmologische oder eine theologische oder eine anthropologische (der Mensch selber der Ort für sich selbst und die »Welt«)? Was meint hier »Ort«? Das Woher seines Gehörens?
Wie ein Gehören ohne Be-Stimmung, ohne Eignung? — Läßt sich noch sagen, der Ort des Menschen sei als der des Gebrauchten der Brauch im Ereignis? Oder wird die Ortfrage im Brauch des Ereignisses sinnlos? Ebenso wie die »Differenz«?
6. Von Herrmann — »ontologische Differenz«
Von Herrmann unterscheidet: »die transzendental geschehende Differenz« und »die aletheiologisch-kosmologisch geschehende Differenz« (*).
»Das Geschehen der Lichtung ist das Strukturganze des Sichentbergens des Seins im Menschen und des empfangenden Entwerfens des Sichentbergenden durch ihn.«, S. 17083
83 [Von Herrmann: Die Selbstinterpretation Martin Heideggers. A.a.O.]