XI Ontologische Differenz
Hier ist die eigentliche Gefahr einer langen Beirrung. In Wahrheit kommt sie aus dem Unvermögen, das Denken zwar auf die Differenz als solche achten zu lassen, zugleich jedoch abzulassen von jeder Art des Transzendentalen und d. h. des Ergründens (vgl. das Unvergleichbare von Grund und Anfang — Notturno I, 51 f.).
Demgemäß jetzt:
Die ontologische Differenz zwar nennen — aber im Nennen sie auch schon wieder preisgeben als vermeintliche »Struktur«, als welche sie sich dem Vorstellen darstellt.
Preisgeben nur so, daß sie schon in das Denkwürdige (Ereignis) gedacht und dieses Denken in seiner Befremdung übernommen wird. Demnach: die ontologische Differenz
1. nicht transzendental erklären — durch Transzendenz!
2. überhaupt nicht als eine Struktur fest-stellen, um sie gründend zu unterbauen und zurückzuführen.
Durch den Unter-Schied das Wesende des Ereignisses in dessen Spiel gelangen lassen; »die Auflösung der Differenz«!
12. Herkunft der Differenz
Woher kommt und wie uns heute der Anlaß zur Differenz von Seiendem und Sein?
Inwiefern ist hier eine unbedachte Überlieferung im Spiel?
| Die Sprache - | das Participium und seine Herkunft?
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aber diese selber? Substantiv - Verbum.