ihm scheuer und scheuer werden.
Schon das unscheinbare Einfache der einfachen Dinge rückt uns Jenes zu, was wir aus alter Gewohnheit des Denkens das Sein nennen im Unterschied zum Seienden.
Genannt ist das Sein in diesem Unterschied bei Lao-Tse im elften Spruch seines Tao-Te-King, der lautet:
Dreißig Speichen treffen die Nabe,
Aber das Leere zwischen ihnen gewährt das Sein des Rades.
Aus dem Ton ent-stehen die Gefäße,
Aber das Leere in ihnen gewährt das Sein des Gefäßes.
Mauern und Fenster und Türen stellen das Haus dar,
Aber das Leere zwischen ihnen gewährt das Sein des
Hauses.
Das Seiende ergibt die Brauchbarkeit.
Das Nicht-Seiende gewährt das Sein.
In diesem Wort ruht der Wink auf das, was als das Zwischen alles erst in sich offen hält und weitet in die Weite der Weile und der Gegend, die uns allzu leicht und oft wie das Nichtige erscheinen möchte.
Aus dem Zwischen der gegnenden Weile, die als die verweilende Gegend west, empfängt alles Inzwischen sein Wesen und die Möglichkeit seiner Unterscheidung in das »Inzwischen« im Sinn des Inmitten und in das Inzwischen im Sinn des Indessen. Das Inmitten ist die Versammlung, die sich in Ort und Raum, das Indessen ist die Versammlung, die sich in Augenblick und Zeit sammelt und ausbreitet.
In diesem Inzwischen wohnt der Mensch, wenn sein Wohnen das Andenken ist, das im Bleibenden verbleibt, welches Bleibende verwahrt ist im Vermächtnis des Seyns an die Wahr-heit.
Das Inzwischen — die gegnende Weile - das Gedächtnis —, dessen