Das »Ungebundene«: a) Das Nichtgebundensein im Gehen und Verhalten.
b)16 Was nicht der Bindung und Mittelung bedarf
(das Unmittelbare, zu dem weder Götter noch Menschen einen unmittelbaren Bezug haben.17 Das Heilige.)
»eine Sehnsucht... — immer«: Wesend, bleibend im verborgenen Bezug zum Sein.
»Vorwärts aber und rückwärts«: Nicht einseitig am Vergangenen und berechnend am Geplanten hängen, sondern Heimischsein, »unter den Heimischen sein«. (Schluß von »Der Wanderer«, IV, 106.) Wir wollen nicht, als Tragende und Treue und als auf dem Pfad Ausharrende, zurückrechnen und an Vergangenes uns hängen; wir versagen uns auch den Abweg, vorwärts zu rechnen und in leeren Künsten ein Nächstes uns [zu] sichern, daran wir uns klammern. Nicht von Gegenwart auf Zukunft schließen, sondern bleibend den einfachen Stundengang begehen. V, 256.
Das »sehen«, der rechnenden Absicht und der versäumten Rücksichten, dieses ist gerade die Untreue des Vergessens, weil dieses Sehen im Wesentlichen sich versieht.
Sich nicht wegwerfen ins Vergessen (Historie), sich nicht betäuben in Planen und Machen (Technik)18, sondern ganz in der Wiege, in der Behütung des Ursprünglichen ganz gesammelt und ruhig. Wiege: trägt und behütet und bewegt doch und hebt ins Spiel und bewahrt den Ursprung. Wiege: Heimatlich! Aber schwankend, nicht und nie selbstsicher. Wiege und Behütung: Grund der Kraft zur Treue.
»der See«: klare Tiefe, Ab-grund, der tragend sich tragen läßt von seinem Getragenen.
16 [Links von b):] Vgl. »Mnemosyne«, was »[uns] zu gierig [genommen]«.
17 [Links von] Bezug haben [:] Vgl. »Stimme des Volks«, IV, 139.
18 (Technik) [Pfeilstrich zu] (Historie).