ses Wort auch schon öfter vorbringen. Aber jedesmal schien es mir weniger zu passen für das, was uns als das Wesen des Denkens näher kam.
DER FORSCHER: Sie machen aus Ihrem Einfall ein Geheimnis, gleich als wollten Sie etwas Selbstentdecktes nicht zu früh preisgeben.
DER GELEHRTE: Das Wort, an das ich denke, habe ich nicht selbst entdeckt; es ist nur ein gelehrter Einfall.
DER FORSCHER: Also, wenn ich so sagen darf, eine historische Reminiszenz?
DER GELEHRTE: Gewiß. Sie hätte auch gar nicht schlecht in den Stil unseres heutigen Gesprächs gepa8t, in dessen Verlauf wir öfter Worte und Sätze einstreuten, die aus dem Denken des Griechentums stammen. Aber jetzt will das Wort nicht mehr für das passen, was wir mit einem einzigen Wort zu nennen versuchen.
DER WEISE: Das ist das Wesen des Denkens, das als die inständige Gelassenheit zum Welten von Welt jenes Verhältnis trägt, wodurch der Mensch in der Nähe zur Ferne wohnt.
DER FORSCHER: Auch wenn das Wort, das Sie im Sinn haben, jetzt nicht mehr paßt, könnten Sie es uns zum Abschluß des Gesprächs doch verraten; denn wir haben uns der menschlichen Behausung wieder genähert und müssen ohnehin das Gespräch abbrechen.
DER WEISE: Auch könnte das jetzt nicht mehr treffende Wort, das Ihnen vordem als kostbare Anregung wert war, uns deutlich machen, daß wir inzwischen vor etwas Unsagbares gekommen sind.
DER GELEHRTE: Das Wort ist ein Wort des Heraklit.
DER FORSCHER: Aus welchem der überlieferten Fragmente ha- ben Sie das Wort genommen?