Das Ge-Stell
dafür schon durch dieses Bestellen auf ein entsprechendes Tun und Lassen hin bestellbar sein.
Das Bestellen befällt nicht nur die Stoffe und Kräfte der Natur mit Gestellung. Das Bestellen befällt zugleich das Ge schick des Menschen. Das Wesen des Menschen wird daraufhin gestellt, das Bestellen in menschlicher Weise mitzuvollziehen. Das Bestellen betrifft Natur und Geschichte, alles, was ist, und nach allen Weisen, wie das Anwesende ist. Das Anwesende wird als solches auf die Bestellbarkeit hin gestellt und so zum voraus als das Ständige vorgestellt, dessen Stand aus dem Bestellen west. Das in solcher Weise Ständige und ständig Anwesende ist der Bestand.
Darum läßt sich auch das Bestellen niemals aus irgendeinem vereinzelten Bestand erklären; es läßt sich ebensowenig aus der Summe der vorfindlichen Bestände als deren nur darüber schwebendes Allgemeines vorstellen. Das Bestellen läßt sich überhaupt nicht erklären, d.h. es läßt sich nicht auf jenes Klare zurückführen, als welches Klare wir unversehens all das aus geben, was uns ohne weiteres und gewöhnlich bekannt ist und gemeinhin als das Fraglose gilt. Was wir aus diesem Klaren her zu erklären pflegen, wird dadurch nur dem Unbedachten und Gedankenlosen überantwortet. Wir dürfen das Bestellen, worin der Bestand west, nicht erklären wollen. Wir müssen vielmehr versuchen, sein noch ungedachtes Wesen allererst zu erfahren.
Dazu ist nötig, daß wir beachten, wie das Bestellen alles, was ist, im vorhinein befällt: Natur und Geschichte, Menschliches und Göttliches; denn wenn heute eine schlechtberatene Theologie sich die Ergebnisse der modernen Atomphysik bestellt, um mit deren Hilfe ihre Gottesbeweise sicher zu stellen, dann wird dadurch Gott in den Bezirk des Bestellbaren gestellt.
Das Bestellen betrifft alles Anwesende mit Gestellung hinsichtlich