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Einblick in das was ist


der conscientia, des Bewußtseins, des Selbstbewußtseins als des Subjekts. Der Gegenstand ist das Objekt für das Subjekt.

Das Anwesende kann aber auch sein als das Beständige im Sinne der Bestandstücke des Bestandes, der als das ständig Bestellbare in demjenigen Stellen gestellt ist, als welches das Ge- Stell waltet.

Das Ge-Stell ist das Wesen der Technik. Sein Stellen ist universal. Es wendet sich an das Eine des Ganzen alles Anwesen den. Das Ge-Stell stellt dann die Weise, wie jedes Anwesende jetzt anwest. Alles, was ist, ist in den mannigfaltigsten Weisen und deren Abwandlungen, offenkundig oder noch versteckt, Bestand-Stück des Bestandes im Bestellen des Ge-Stells. Das Beständige besteht in der bestellbaren Ersetzlichkeit durch das bestellte Gleiche.

Das Wesen der Technik ist das Ge-Stell. Das Ge-Stell be-stellt. Es be-stellt das Anwesende mit Gestellung. Das Ge-Stell bestellt das Anwesende zum Bestand. Das Beständige des Bestandes sind die Bestand-Stücke. Deren Beständigkeit besteht in der bestellbaren Ersetzbarkeit durch das ständig Gleiche, das auf der Stelle zur Stelle ist. Doch hier meldet sich ein Bedenken. Wenn das Wesen der Technik im Ge-Stell besteht, die Technik aber darauf ausgeht, die Kräfte und die Stoffe der Natur zu stellen, d.h. herauszufordern als das, was, herausgefördert, alles in dem fördert, was zum Erfolg erfolgt, dann zeigt sich gerade vom Wesen der Technik her, daß sie nicht universal ist. Die Kräfte und Stoffe der Natur setzen der Technik eine so entschiedene Grenze, daß die Technik auf die Natur als die Quelle und den Rückhalt des technischen Bestandes angewiesen bleibt. Wir können deshalb nicht behaupten, alles Anwesende wese an in der Weise des Beständigen, das im Bestellen des Ge-Stells zum Stand kommt. Das Ge-Stell geht nicht alles Anwesende an. Die Technik ist nur ein Wirkliches unter anderem Wirklichen. Die Technik bleibt weit davon entfernt, gar die Wirklichkeit alles Wirklichen auszumachen.

Wie steht es mit dem Wesen der Technik? Ist es universal oder


Martin Heidegger (GA 79) Bremer und Freiburger Vorträge