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Eine Auseinandersetzung mit »Sein und Zeit«

Mit dem Ansatz der Frage ist die Überwindung vollzogen; das schließt nicht aus sondern macht es sogar unvermeidlich, daß die ersten Versuche der Ausführung aus dem Bisherigen die Mittel nehmen und mit ihnen sich belasten müssen.


9. Über »Sein und Zeit«


und seine geschichtliche Stellung vgl. S.S. 37 Schluß: Zusammenfassende Kennzeichnung S. 2 [Nietzsches metaphysische Grundstellung im abendländischen Denken. Die ewige Wiederkehr des Gleichen. Freiburger Vorlesung Sommersemester 1937. GA 44, S. 231 f.]

Der Tod in »Sein und Zeit« (alles je auf Da-sein und Sein; nur metaphysisch auf Seinsfragestellung.

1. das Nicht im Dasein und die Möglichkeit (Zerklüftung)

2. die Zeitlichkeit des Daseins

2a. die Inständlichkeit des Da – Entschlossenheit

3. beides in Einem

Zeit und Nicht und Da (Wahrheit)

aber – überhaupt erst insländlich zeigen!!



10. »Sein und Zeit«


»Zeit« als Temporalität – der Zeit-Raum – Da-heit, ihre Wesung. Diese »Zeit« als Ursprung des »Nicht«

Anwesung – als Ent-rückt – die Ent-rückung und das Nicht

als ursprünglich.

Diese Zeit und die Wahrheit als Lichtende Verbergung.


Zum Sein gehört wesentlich jenes »Nicht«: das Nichts.

Zum Sein gehört wesentlich die »Wahrheit«

und Nicht und Wahrheit ihrerseits – Verbergung und Verstellung – Irre; das Da und die Irre.


Martin Heidegger (GA 82) Zu eigenen Veröffentlichungen

GA 82