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I. Hinweise zu »Sein und Zeit«

6. Seyn — der Weg


Wie finden »wir« zum Seyn? Insofern wir aber wesenhaft — vom Seyn gebraucht — im Seyn beim Seyn, in seiner Nähe wohnen.

Wie finden wir da-hin? Hin in das Da-? Inwiefern ist ein Finden und Hinfinden nötig? Insofern wir nicht in der Nähe, d. h. in der Wahrheit des Seyns »sind«, sondern: beim Seienden und nur von diesem aus die Seiendheit denken, ohne der Wahrheit des Seins zu gedenken, ohne das Seiende aus dem Seyn zu »haben«.


7. »Sein und Zeit« — Weg
Seinsverständnis


Ver-ständigt: gehörig in den Entwurf (den geworfenen — uns zugeworfenen — nicht gemachten). Inständig in der Offenheit des Seins.

Seinsverständnis — erst noch transzendental. Aus der Kehre: die Verständigung in die Inständigkeit des Ausstehens des Da-seyns.



8. Anfang
als Nostos und die Nostalgie


Nicht Heim-weh und nicht Romantik, nicht Sehnsucht nach einem Zurück und einem Verlorenen, sondern Gang in die Ankunft dessen, was noch nicht Be-sitz und gleichwohl Gewesend — schon wesend. Nicht Flucht in die griechische Welt, sondern der klare Schmerz des Risses des Abschiedes — nicht das Verlorene, nicht das Nicht-mehr-zurück. »Nicht den antiken Boden wiedergewinnen«. Wir werden niemals und in keiner Form mehr, wie Nietzsche meint, »von Tag zu Tag griechischer« (Wille zur Macht n. 419 Großoktavausgabe). Nihilismus — die Verschüttung und Verschleierung des An-fangs.


Martin Heidegger (GA 82) Zu eigenen Veröffentlichungen

GA 82