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IV. Hinweise zu Ἀγχιβασίη. Das erste Feldweggespräch

Das Nicht-Wollen — was ist dies überhaupt selbst — durch das »Nicht« — wird nichts bestimmt.

Was bleibt, wenn das Wollen verlassen wird — Was ist der Mensch? Das Gedächtnis.

Die ereignete Wohnung des Ereignisses — d. h. der Enteignis.



8. Die Sprache


ist, die abendländische, seit langem schon metaphysisch geworden und hat ihr metaphysisches Wesen früh bereits durch die Grammatik und deren unbeachtetes Geleit verfestigt.(Was war sie »vor«-metaphysisch, in welcher Un-bestimmtheit?) Aber in der Sprache als der Behausung des hin künftigen Menschenwesens (des Menschenwesens als des Gedächtnisses im Ereignis) verbirgt sich anderes Sagen, anfänglicheres Denken. Doch nur langsam und zögernd bereitet sich dem erwachenden Andenken diese Behausung. Die kann nie gemacht, sondern nur zu- und eingelassen werden aus einer, aus der andenkenden Gelassenheit zum Enteignis im Ereignis.

Das Bereiten ist das Be-raten — in das Ratsame geleiten, auf das Ratsame horchsam sein.



9. Das »Paradoxe« im Denken des Seyns


Was sich so ausnimmt, ist lediglich vom menschlichen Meinen und Aussagen her gesehen oder höchstens im Hinblick darauf, daß neben einander erscheinen das An- und Abwesen des Selben, womit es sein Bewenden hat.

Der Quellgrund des Paradoxen ist jedoch das Ereignis als Enteignis — die Kehr der Fuge. Das Wesen des Paradoxen ist nicht das Paradox im Sinne des verstrickten Vielfältigen, sondern das Einfache der Huld. Nur aus der Erfahrung der Huld ist das gemäße Denken das anscheinend Paradoxe, ist die Befugnis zu solchem


Martin Heidegger (GA 82) Zu eigenen Veröffentlichungen

GA 82