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Die handschriftlichen Aufzeichnungen

Ein Auseinandertreten — als sich Bilden einer Weile — eines Spiel-raums (Frei-stellung des Selbst und des Schönen).

Uninteressiert = »freies Wohlgefallen« [K.d.U.§5, C 15].

(frei — freiter frei)

Frei: auf sich selbst gestellt —

»selbst«!

= als solches: das in sich Fallende

Wesensgefälle des Schönen wesen lassen.

reine Ge-währung und Erteilung in der erspielenden Verweilung.


»Frei« — Ausweg, uns selbst

eine Lust zu machen —

aus dem Selbst — durch Verwandlung

des Selbst das eigenste Sichfühlen.

»Klingt« »sehr« »subjektiv« und ist es »auch« in gewissen Grenzen und dennoch!


Interesseloses Urteil

= »bloß kontemplativ«132 [K. d. U. §5, C 14]

rein beschauend — | θεωρείν |

»Kontemplativ« und | »theoretisch«

Befrachten — ErwägenBedenken.

Unterschied:

Be-schauund Untersuchung »trachten«

tractare

überlegen

nur das Was

und nicht das »Daß«.

als solches des Interesses,

wohl aber das im Was und durch es bestimmte »Daß«.


152 Wohlgefallen »soll unmittelbar auf dem Anblick der Gestalt ruhen« ([vgl. K. d.U.C] 70).


Martin Heidegger (GA 84 II) Seminare - Kant-Leibniz-Schiller

GA 84-2