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Randbemerkungen zu Ernst Jüngers »Blätter und Steine«

nicht wissen kann, was das ist, wovon er redet u. zwar sehr gescheit redet. [/] Sage mir Dein Verhältnis zum Sein, falls Du überhaupt davon etwas ahnst und ich sage Dir, wie Du Dich und ob Du Dich mit »dem Schmerz« »beschäftigen« wirst oder ob Du ihm nachdenken kannst.

6 (30): »Der Schmerz als Mqßstab ist unveränderlich [inwiefern? Was ist denn «der Schmerz»??]; sehr veränderlich dagegen ist die Art und Weise, in der sich der Mensch diesem MtifJstabe stellt.« 8 (S. 146, Z. 2): »Mit jedem bedeutenden Wechsel der Grundstimmung [was ist das?] ändert sich auch das Verhältnis, das der Mensch zum Schmerze besitzt«: weshalb?

10 (4): »Dieses Verhältnis ist keineswegs festgelegt; es entzieht sich vielmehr dem Bewußtsein, und doch ist es der beste Prüfstein, an dem man eine Rasse erkennt«: überall nur Psychologie u. Inquisition.

13 (7): » Diese Tatsache ist in unserer Zeit sehr gut zu beobachten, denn wir verfügen bereits [d. h. der W.z.M. als Sein ist schon entschieden, d.h. über uns ist verfügt.] über ein neuartiges und eigentümliches Verhältnis zum Schmerz, ohne daß unserem Leben letzhin [!!] verbindliche Normen gegeben sind.«: das gehört beides zusammen.

18 (11): »Wir beabsichtigen nun, durch die Betrachtung dieses neuartigen Verhältnisses zum Schmerz [also nicht des Schmerzes selbst.] einen erhöhten MdJ-und Aussichtspunkt zu gewinnen, von dem aus wir vielleicht Dinge [d.h. d. W.z.M. u. seine Herrschaft] erblicken können, die auf der Ebene noch unsichtbar sind.«: eine sehr fragwürdige »Höhe«, jedenfalls nicht die eines Berges, sondern eines künstlich gebauten Beob.standes.

22 (15): »Unsere Fragestellung lautet: welche Rolle spielt der Schmerz innerhalb jener neuen, sich in ihren Lebensälfßerungen eben erst abhebenden Rasse [Menschenschlag. Typus. vgl. 174 207], die wir als den Arbeiter bezeichneten [(W.z.M.).]?«

26 ( 19): »Was die innere Form dieser Untersuchung betrifft, so beabsichtigen wir die Wirkung eines Geschosses mit Verzogerung und wir versprechen dem Leser, der uns aufmerksam folgt, daß er nicht