Aber: wie kommt der Mensch zu seinem Selbst?
Wodurch ist sein Selbst und dessen Selbstheit bestimmt?
Untersteht nicht das schon einer ersten Wahl!
Je nachdem er nicht wählt und dafür sich Ersatz schafft, sieht der Mensch sein Selbst
1. durch übliche Reflexion;
2. durch Gespräch mit dem Du;
3. durch Besinnung auf die Situation;
4. durch eine Abgötterei.
Gesetzt aber, der Mensch hätte gewählt und die Wahl schlüge wirklich in sein Selbst zurück und sprengte dieses —
d. h. gesetzt der Mensch hätte die Entbergsamkeit des Seins des Seienden gewählt und er sei durch diese Wahl zurückgestellt in das Dasein, muß er dann nicht weit fortgehen in die Stille des Seinsgeschehnisses, das seine Zeit hat und sein Schweigen?
Muß er nicht lange geschwiegen haben, um die Kraft und Macht der Sprache wieder zu finden und von ihr getragen zu werden?
Müssen da nicht alle Rahmen und Fächer zerbrochen sein und alle ausgetretenen Pfade verödet?
Muß da nicht ein ganz lang zurückreichender Mut das Gemüt stimmen?
Wer nur am Fuß des Berges kleben bleibt, wie will er auch nur den Berg sehen?
Nur Wände und Wände.
Aber wie auf den Berg kommen?
Nur durch einen Sprung von einem anderen, aber wie auf diesen?
Schon dort gewesen sein; ein auf den Berg gestellter und dorthin be-stellter sein.