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Winke x Überlegungen (II) und Anweisungen

Es gilt erst wieder — ganz abgesehen davon, ob es dann wieder zu »Wissenschaft« kommt — gegründete Horizonte zu schaffen und vertraut zu machen, aus denen heraus erfahren und erstmalig gesprochen wird. Heute dagegen sind das nur Notbehelfe, über deren Gebrauch man sich beinahe noch entschuldigt; am liebsten möchte man »ganz exakt« ohne sie auskommen.


* Unzulänglich und daher irreführend sind: (vgl. S. 62)

a) die nur beschreibende — bedeutungsanalytische — Haltung zum Sein als vermeintlich unvoreingenommene und deshalb »ursprüngliche«;

b) der Rückgang auf die Bedingungen der Möglichkeit etwa aufgrund von — »konstitutiver« Betrachtung — wobei noch über dies ungeklärt und ungegründet die Rückgangsdimension selbst — sondern gleichsam nur — | »logisch« getriebenes Zurück zu weiteren Bedingungen —;

c) die klassifizierende Systematik so gewonnener oder sonstwie aufgelesener und verbesserter Seinsbestimmtheiten (Kategorien) in einer sogenannten »Kategorienlehre«;

d) selbst nicht das von solchen (a, b, c) Ansätzen her ausdrücklich unternommene Rückfragen nach der Dimension der Konstitution und der Systematik. Vgl. Kantbuch Ursprungsdimension;

e) schon gar nicht etwa die Verlebendigung dieser Betrachtungen durch Anknüpfung an »Existenz« und »Leben« im weiteren moralisch-praktischen Sinne. (Vermoralisierung des wissenschaftlichen Verhaltens.);

f) ebenso wenig die äußerliche von der christlichen Tradition übernommene Aufgipfelung zum Absoluten. (Vgl. S. 66);

> so bleibt alles Hin- und Hergeschiebe in übernommenen und aufgegriffenen Fragerichtungen und Materialien, irgendein Andersherum des nie »neu« — d. h. ursprünglich gewesenen »Alten«, was allenfalls den billigen Eindruck des Fortschritts und der »Lebensnahe« macht — | aber zuletzt doch in einer unverant wortlichen Belanglosigkeit einen angähnt.

Vielmehr gilt es:


Martin Heidegger (GA 94) Überlegungen II-VI (Schwarze Hefte) (1931-1938) page 5

GA 94