209
Ich könnte jetzt anfangen, weniger mißtrauisch gegen die eigene Arbeit zu sein — denn die Gegnerschaft ist jetzt vollständig und einig — und was sich darin alles | zusammenfindet — aber selbst 122 die Mißachtung dieser »Gegner« müßte sie noch im geringsten ernstnehmen — und auch dieses Geringste verdienen sie nicht.
Mögen sie ihre »exakte« Philosophie, die zu harmlos ist, als daß sie gefährdet werden könnte, weiterhin retten. Und so muß das Mißtrauen trotz der einmütigen Gegnerschaft bleiben und aus wesentlichen Gründen sich stärken — damit der Kampf wach bleibt.
210
Der fernen Verfügung sich stellen (S. 109 f., 121) — das ist das wahre Grundverhältnis zum Anfang und bedeutet auch das Wieder- anfangen des Anfangs — dieser das sich loswerfende denkende Dichten (S. 88) in seinen wesentlichen Notwendigkeiten — Kunst— Polis — Philosophie — die Götter — die Natur — die Weltbildung und ihr erstes Versagen und Sich-verfangen in der Anwesenheit. Die Verfestigung der Seinsfrage.
Dürfen wir wieder wagen, an den Griechen und von ihnen zu lernen? Um im Wiederanfang in den Kampf gegen sie zu kommen.
211
Das Ende — die Verwesung des Wesens zum Sein (vgl. S. 105 f.)
Das Sein ist vergessen — eben weil noch ständig beiläufig gekannt und gebraucht. Das Sein in einem Gemenge wurzelloser Begriffe vertan, in einem Gewirre aller (leicht) aufstellbaren »dialektischen« Begriffsbeziehungen vernutzt der Tummelplatz für das Spiel irgendwelcher Systeme und »wissenschaftlicher