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Winke x Überlegungen (II) und Anweisungen

212


In der Klarheit und Unerbittlichkeit des Endes leuchtet der Anfang auf und wird der Wiederanfang zur Not. (Vgl. S. 93). Die Ermächtigung des Wesens als die ferne Verfügung, in die wir eingefügt bleiben.



213


Arfang und Ende. (Vgl. S.S. 31, Beilage zu S. 5c20).

Das Sein einstmals der jäh auffahrende Blitz, der alle Dinge nach ihrem Maß und Gesetz und Gewicht in sein Licht gezogen — jetzt ein müder Schein, bei dem alles Gewicht und Maß sich fort-geschlichen hat.

Das Sein — ein Geschenk, ein Jubel und ein Schauer, eine Frage — der Anfang.

Das Sein — ein vernutzter Besitz, ein Geschwätz, eine Langweile, ein Name — das Ende.



214


Das Sein als Auf blitzen des Wesens und sodann der bleibende Schein des Wesens.

Der Anfang und die Geschichte der Ermächtigung des Wesens im Sein.

Die »Ontologie« als Verfestigung und Heiligung des entmäch- tigten Wesens.


20 [Martin Heidegger: Aristoteles, Metaphysik © 1—3. Vom Wesen der Wirklichkeit und der Kraft. GA 33. Hrsg. von Heinrich Hüni. Frankfurt am Main 1981, S. 28 ff.]


Martin Heidegger (GA 94) Überlegungen II-VI (Schwarze Hefte) (1931-1938)

GA 94