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Wir besitzen jetzt zum mindesten »die größte Abräumlokomotive der Welt«. —
»Kultur« als Mittel der Propaganda und »Einsamkeit« als Veranstaltung der rechten Einrichtung der schrankenlosen Macht der Öffentlichkeit: Jene endgültige und echte Ausnutzung des Gedankens der Kultur und diese bedenkenlose Vernutzung der Einsamkeit als eines herstellbaren zeitweiligen Auswegs bedingen sich wechselweise und vollenden zusammen den Auswurf des Menschen in die Veröffentlichung des Seienden im Grunde und seiner Machenschaft.
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Vorerst nimmt man alles Denken als bloßes Denken, das nichts (d. h. nichts Wirkfähiges und Wirksames) zustande bringt und daher bloß als ein Betrachten gelten kann. Da Betrachten freilich allzuwenig auch für diese Abschätzung des Denkens leistet, gesteht man ihm das Geschäft der abseitsstehenden Zergliederung zu. Aufgrund dieser wesenlosen Meinung über das »Denken« wird man unvermerkt zu einer leeren Auffassung der »Tat« verleitet-man schätzt diese zuerst aus der vorgreifenden Verrechnung möglicher Wirksamkeit, diese aber im Umkreis des schon in aller Fraglosigkeit zugestandenen »Wirklichen«. Jene Abwertung des bloßen Denkens 1 beruft sich auf eine Gedankenlosigkeit und sucht nur ihren Schutz in dem, was man für einen »Erfolg« hält. Wo aber ist die Flucht aus dem Fragwürdigen größer? Wird sie nicht dort am größten, wo man in der Sicherheit einer vermeintlichen Wirklichkeit des unmittelbaren Lebens einen diesem gemäßen Betrieb einrichtet?