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Anmerkungen II

Seines Weges gehen -


1807: Phänomenologie des Geistes. 1867: Das Kapital. 1927: Sein und Zeit.


»Politisch« ist einer nicht dadurch »orientiert«, daß er Bescheid weiß | über Parteiverhältnisse und Strömungen und daran teilnimmt. Alle Parteien sind Vordergründe eines ganz anderen Vorgangs - (die Möglichkeit, von einer Partei her in diesen Vorgang zurück- und einzugehen besteht, und ist doch ausgeschlossen). Das »Politische« ist nur vom Wesen und Geschick des Menschenwesens her, d. h. aber aus der Wahrheit des Seyns zu denken. Man ist nicht dadurch »politisch« orientiert, daß man »Zeitungsleser« ist und im übrigen gedankenlos; freilich auch der Gedanke kann das »Politische« verkennen, solange das Denken nämlich seynsvergessen »denkt« und nur ein Vor-stellen und Rechnen bleibt.

»Politik« ist nicht das Schicksal - sondern »das Schicksal« des Menschen -ereignet im Geschick des Seyns -ist »politisch«, insofern es das Gemeinwesen des Menschen angeht. Aber wie das - ohne daß das Wesen des Menschen -in die Erfahrung kommt? Aber dieses nie durch »Anthropologie« - sie betreibt die »Verwahrlosung« des Menschen.


Was jetzt bei uns »herrscht«? Selbsttäuschung in allen Phasen und Gestalten und »Resignation«, die immer noch eine Form der Selbstsucht ist - und nicht sehen läßt, was ist - Re-aktion überall -


Die Überwindung der Metaphysik, die seynsgeschichtliche nämlich, nicht irgendeine vermeintliche gelehrtenhafte, auch nicht eine »philosophische« Widerlegung - ist die Überwindung, die seynsgeschichtliche, der Philosophie. Die Philosophie ist zum Ende gegangen. Vgl. S. 49.


Die Metaphysik ist das Wesen der »Philosophie«; beide Namen sagen das Selbe, daß hier das Sein wahrlos bleibt, weil - nach dem


Martin Heidegger (GA 97) Anmerkungen I-V (Schwarze Hefte) (1942-48)

GA 97