Sie ist das Seyn selber. Ihm eignet das Nötige. Dem Menschen gehört aber das Gehören.
Ob er dafür ein Ohr hat? Ob ihn der Zuspruch des Seyns erreicht? Ob dem eine Sage entspricht? Sie müßte der Not entstammen und wäre so die genötigte und darum nie eine gezwungene und zwingbare. Sie könnte im achtsamen Hören auf den Zuspruch das Freye zu diesem und in ihm wahren. Die genötigte Sage könnte nur in dieser Freye das Zu-gesprochene nach-sagen und also nach-sagend ihm entsprechen.
15 Die nötige Sage entspricht dem Seyn. Was anderes bleibt die Sage als ein Ent-sagen, das sein Gesagtes dem Zu-spruch ent-nimmt (ent-fängt) und so im Ent-hören verbleibend auf jedes Aussagen über das Sein des Seienden verzichtet. Dem Sein entsagend ent-sagt die Sage das Seyn dem Zuspruch. Sie sagt den Austrag und sagt ihn weg (ent-sagt ihn), ihn bergend in die Stille des Unterschieds.
Ent-sagen: hörend dem Zuspruch ent-nehmen;
dem Seyn entsprechen (gehören);
den Austrag bergend stillen in den Unterschied;
verzichten auf Aussagen über das Seiende als solches.
So eindeutig ist das reiche Wesen der Sage des Denkens.
Die Sage des Andenkens ist das Entsagen.
Jäh kehrt sich das Entsprechen, eben noch laut im Übereinstimmen-wollen und ein Vorgehen ins Vorstellen, zum Entsagen, als Einkehr zur Stille des Rückzugs in die Gewahrnis der Enteignis.
Wie, wenn das, was im Entsagen zu denken ist, einmal die Welt aus den Angeln heben sollte? Das vermag freilich nicht der versuchte Gedanke, versteh es wohl, sondern das Ereignis des ZuDenkenden. Doch wo bleibt das Denken?
So unwahrscheinlich es bleibt, daß die Sonne sich in den Mond stürzt, so gewiß ist dem Menschen das Denken befremdlich. Bisher