Das eigentliche Ergebnis einer selbstgeschriebenen Schrift ist stets dieses, daß man sich selbst nicht verstanden hat. Wie soll man da wagen, sich anderen verständlich zu machen? Also? — zwar schreiben, denn es bringt das Noch-nicht-verstehen an den Tag; aber nicht veröffentlichen.
Ein Philologe (der üblichen Art) versteht soviel von der Sprache wie ein Elektroingenieur von der Natur. Der Professor bekennt — seine Eitelkeit.
Technik. — Das Wirklichste an der heutigen Wirklichkeit sind die Utopien der Technik. Diese kommt erst. Wirklich in ihrem Wesen ist sie dann, wenn keine Apparaturen mehr sichtbar und vernehmlich sind — das ist dann der Fall, wenn die Herstellung der Kraft in der höchstmöglichen Gestalt gelungen ist und die Kraft noch die Apparatur verkraftet. Heute schreibt man noch über Technik; die nachwachsende Generation wächst erst unmittelbar in sie ein. Die Älteren sehen nur Vordergründe. Technik ist eine Weise der Wahrheit des Seienden und darum durch keine Kulturanalyse und kein irgendwie geartetes Reflektieren zu fassen, geschweige denn im Wesen zu überwinden. Das Wesen der Kraft zu denken, sind wir noch nicht vorbereitet. Es gelingt nicht, wenn wir von der Technik aus eine Spekulation ansetzen.
Willig, das ist: arm an Wollen im Willen zum Wollen.
Arm: gelassen im Erfahren der Welt.
Gedachtes — ist das, was ein Denken zurückdenken läßt in das Ungedachte.
Gehört, über das Denken zu denken in das Denken? Der Wortlaut dieser Frage macht sie schon verdächtig. Aber wenn Denken wesentlich Reflexion ist, kann sich und darf das Denken sich nicht entgehen. Aber ist das Denken im Wesen Reflexion? Das gilt vom vorstellenden Denken, das sein Gedachtes auf sich zu stellt. Wie