»schon« so gemeint. Im Vorblick des Suchens und Vermutens ist alles anders als im Rückblick des Findens und Zumutens.
Wenn wir einmal den Menschen nicht mehr als Lebewesen, sondern
als Todes-Wesen, d. h. menschlich, denken, wenn wir dieses
Menschliche in sein Wesen verfolgen und den Sterblichen erfahren,
gelangen wir in den Bereich, in dem wir, das MenschenWesen
denkend, unausweichlich schon das Seyn gedacht haben.
Das Menschen-Wesen des Menschen, nicht er als Lebewesen, ist
das Seyn.*
Der Mensch, Er selbst, ist Er Selber als das Selbe.
Das Selbe aber ist der Unter-Schied.
Die Selbheit des Selben, das Eigenste des Eignens ist das Ereignis des Unterschieds.
Das Selbst (das Versammelnde — das Ge-Müt).
Die Vermenschlichung des Seyn (im Sinne des Menschen als
ζῷον λόγον ἔχον) ist nur zu verwinden aus der Wesentlichkeit des
Menschenwesens im Seyn als der Unterschied der Vergessenheit.
* Die Sterblichen; der Name nennt den Menschen, insofern sein Wesen aus dem Wesen des Todes und d. h. aus der Enteignis im Ereignis erfahren wird. Die Sterblichen sind aus dem Bezug in ihr ereignishaftes Wesen gedacht.
Wenn wir das beachten, was jetzt über »Sein« vermerkt worden und wenn wir vor allem dazu beachten, daß »Sein« nicht stumpf und leer vorgestellt, sondern im vorhinein temporal als Anwesenheit und diese geschichtlich gedacht wurde, dann läßt sich ungefähr ermessen, welche Konfusion und welche gewaltsame Mißdeutung darin liegt, wenn man jetzt willkürlich, trotz ausdrücklicher Verwahrung dagegen, für »Sein« Gott setzt im Sinne der christlich-metaphysischen Theologie.