Der Vorbeigang (24) kennzeichnet die Kehre im Ereignis — Gang ist das Gehen im Sinne des weltischen Sich-bewegens, als welches das Ereignis des Unter-Schieds weltet.
Welten: daß das Ereignis sich als Ereignis des Unter-schieds in die Stille des Ratsals enteignet.
Im Vorbeigang ist das Ereignis zumal: noch äußerste Verwahrlosung, Wille zum Willen, ewige Wiederkunft des Gleichen, und schon jähe Einkehr des Selben, Enteignis zur Stille, Wahrnis des Unterschieds.
In der Kehre verschwindet weder die Verweigerung noch wird sie auf gegeben, sondern die Einkehr des Selben geht ereignend vor, d. h. vorauf der weltenden Welt.
Doch dieser Vor-gang geht inmitten noch und bei aller außersten und beständigten Verwahrlosung — (die 300 Jahre des eingerichteten ordnenden Gestells) — »bei«: angesichts des im Gestell gesichert beständigten »Aussehens« — (»Bildes«) des Anwesenden im Ganzen.
Das Ereignis des Unterschieds geht vor und zwar bei der Verwahrlosung.
Der Vorbeigang als Ereignis des Unter-schieds entspricht diesem selbst, insofern er, der Vorbeigang, schon in die Stille ein- gegangen ist. Er bleibt zwar nicht ver-| gessen, aber im Unauffälligen des Einfachen rein verborgen.
Der Vorbeigang ist das Un-Scheinbare; ohne den bloßen Anschein und ohne daß er eigens zum Vorschein kommt.
Dem Unscheinbaren des Vorbeigangs entspricht das vorbeigängliche Denken, als Sage des Unterschieds.
Die Sage des vorbeigänglich be-wegenden Denkens ist wesentlich Entsagen. (vgl. 11). Vgl. Anmerkungen VI, 97.
Sie muß sich dem Ausgesprochenen versagen; nicht, weil sie das Zu-Sagende nicht träfe und bei ihrer Aufgabe verunglückte, sondern weil ihr Gesprochenes wahrend des Vorbeigangs gegen