Es bleibt freilich nach wie vor schwer, mit dem Grundsätzlichen eine fruchtbare Erörterung konkreter Fragen zu verbinden. Aber inzwischen habe ich durch die voraufgegangenen Seminare auch einiges gelernt.

Daß neue jüngere Teilnehmer dazu kommen, freut mich besonders.

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Brief vom 24. April 1967 aus Freiburg i. Br.:

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ich bin gestern gut heimgekehxt und heute schon frisch an der Arbeit. Die Post ist erträglich. Aber daraus lege ich einen Brief von Lacan bei - m ir scheint, der Psychiater bedarf des Psychiaters. Vielleicht schreiben Sie mir bei Rücksendung einige kurze Hinweise. Bei der These handelt es sich um ein Exemplar einer Doktordissertation.

Die beiden Seminare scheinen mir im Rückblick eine gute Wirkung gehabt zu haben - teils wegen der Nähe zur Sache der Teilnehmer, teils weil manche das Gefühl haben konnten, daß die Philosophie doch nicht auf alle ihre Fragen eine Antwort bereit hat. Das Thema »Hermeneutik der Exploration« (in unserer Fassung) ist insofern sehr günstig, als es sich im Zwischenfeld bewegt und nicht Gefahr läuft, zu philosophisch zu werden.

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Brief vom 14. August 1967 aus Freiburg i. Br.:

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»Immanenz« ist ein fester Terminus für die »Bewußtseinsimmanenz«.

Für die »Weltlosigkeit bloß vorhandener Dinge« läßt sich schwer ein Titel finden, der unmittelbar eingeht. Der Wissenschaft ist dieser Sachverhalt fremd, sie sieht die »Welt« und das »Welthafte« überhaupt nicht. Sie nimmt die Dinge als Gegenstände der wissenschaftlichen Thematisierung und kennt nichts


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