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Greek Interpretation of Human Beings [72-73]

2. Strophe

Auch in das Getöne des Wortes
und ins windige Allesverstehen
fand er sich, auch in den Mut
der Herrschaft über die Städte.
Auch wie er entfliehe. hat er bedacht,
der Aussetzung unter die Pfeile
der Wetter, der ungattigen auch der Fröste.
Überall hinausfahrend unterwegs erfahrungslos ohne Ausweg
kommt er zum Nichts.
Dem einzigen Andrang vermag er, dem Tod,
durch keine Flucht je zu wehren,
sei ihm geglückt auch vor notvollem Siechtum
geschicktes Entweichen.


2. Gegenstrophe

Gewitziges wohl, weil das Gemache
des Könnens, über Verholfen bemeisternd
verfällt er einmal auf Arges
gar, Wackeres zum anderen wieder gerät ihm.
Zwischen die Satzung der Erde und den
beschworenen Fug der Götter hindurch fährt er:
Hochüberragend die Stätte, verlustig der Stätte
ist er, dem immer das Unseiende seiend
der Wagnis zugunsten.
Nicht werde dem Herde ein Trauter mir der,
nicht auch teile mit mir sein Wähnen mein Wissen,
der dieses führet ins Werk.


1st strophe

Manifold is the uncanny, yet nothing
more uncanny looms or stirs beyond the human being.
He ventures forth on the foaming tide
amid the southern storm of winter
and crosses the surge
of the cavernous waves.
And the most sublime of the gods, the Earth,
indestructible and untiring, he wears out,
turning the soil from year to year,
working the ploughs to and fro
with his horses.


1st antistrophe

And the flock of birds that rise into the air
he ensnares and pursues
the animals of the wilderness
and of the ocean's surging waves.